Infrarotkabine oder Sauna? Der ehrliche Vergleich
Beide wärmen, beide entspannen, beide stehen am Ende im selben Raum. Und trotzdem sind Infrarotkabine und Sauna zwei sehr verschiedene Dinge. Wer das vorher weiß, kauft die Kabine, die er hinterher auch benutzt. Hier der Vergleich ohne Marketing.

Der Unterschied liegt in der Wärme
In der Sauna wird die Luft geheizt. Der Ofen bringt den Raum auf 80 bis 100 °C, die heiße Luft trifft auf die Haut, der Körper reagiert mit kräftigem Schwitzen. Der Aufguss setzt kurzzeitig noch einen Reiz obendrauf.
In der Infrarotkabine bleibt die Luft mit 35 bis 50 °C vergleichsweise kühl. Geheizt wird die Person: Strahler geben Wärme ab, die direkt auf den Körper trifft, ähnlich wie Sonne an einem kühlen Tag. Man schwitzt später und weniger heftig, empfindet die Wärme aber oft als tiefer wirkend.
Temperatur, Dauer, Ablauf
Ein Saunagang dauert 8 bis 15 Minuten und wird zwei- bis dreimal wiederholt, mit Abkühlen und Ruhen dazwischen. Planen Sie also zwei Stunden ein. Eine Infrarot-Anwendung läuft am Stück, 20 bis 30 Minuten, ohne Kaltdusche und ohne langes Nachruhen. Vor dem Frühstück oder nach dem Sport ist das ein realistischer Termin, ein kompletter Saunaabend eher nicht.
Wie ein Saunagang richtig abläuft, haben wir im Beitrag Richtig saunieren Schritt für Schritt aufgeschrieben.
Aufheizzeit und Strom
Das ist der Punkt, an dem sich die meisten entscheiden. Eine Sauna braucht je nach Größe und Bauweise 30 bis 60 Minuten Vorheizen, ein Ofen liegt typischerweise zwischen 4,5 und 9 kW. Eine Infrarotkabine ist nach 10 bis 15 Minuten bereit und zieht im Betrieb meist 1 bis 2 kW. Sie läuft deshalb fast immer an einer normalen Steckdose, während der Saunaofen ab etwa 3,6 kW einen 400-V-Anschluss braucht.

Platz und Bauweise
Infrarotkabinen sind kompakter: Für eine Person genügen oft 100 × 100 cm, für zwei etwa 130 × 110 cm. Eine Sauna für zwei Personen mit Liegemöglichkeit beginnt bei rund 180 × 150 cm. Dafür bietet die Sauna das, was Infrarot prinzipbedingt nicht kann: Aufguss, Dampf, den Wechsel aus Hitze und Kälte.
Auf einen Blick
| Sauna | Infrarotkabine | |
|---|---|---|
| Wärme | heiße Luft, 80–100 °C | Strahlung, 35–50 °C |
| Anwendung | 2–3 Gänge à 8–15 Min. | einmal 20–30 Min. |
| Vorheizen | 30–60 Min. | 10–15 Min. |
| Leistung | 4,5–9 kW | 1–2 kW |
| Anschluss | meist 400 V | meist 230 V |
| Platz ab | ca. 130 × 130 cm | ca. 100 × 100 cm |
| Aufguss möglich | ja | nein |
Für wen sich was lohnt
- Sauna, wenn Sie das Ritual mögen: Aufguss, Kaltdusche, Ruhepause. Und wenn Sie den Abend dafür einplanen wollen.
- Infrarot, wenn es schnell gehen soll, der Kreislauf mit 90 °C fremdelt, der Platz knapp ist oder kein Starkstrom liegt.
- Kombikabine, wenn im Haushalt beide Vorlieben aufeinandertreffen. Sie ist teurer als jede Einzellösung, aber günstiger als zwei Kabinen.
Mehr zur Strahlungswärme, den Strahlertypen und den Auswahlkriterien steht in unserem Beitrag Infrarotkabine: Wirkung, Vorteile und Kaufberatung.
Welche Kabine also?
Es gibt keine bessere und keine schlechtere Variante. Es gibt die, die zu Ihrem Alltag passt. Wer zwei Stunden Zeit und Platz für den Aufguss hat, wird mit einer Sauna glücklicher. Wer die Wärme zwischendurch sucht, greift zur Infrarotkabine. Schauen Sie sich in Ruhe unsere Saunamodelle und Infrarotkabinen an, oder rufen Sie uns an: 06704 963310. Wir sagen Ihnen ehrlich, welche Variante zu Ihrem Raum passt.













