Richtig saunieren: Anleitung für Einsteiger
„Wie lange muss ich denn da drin bleiben?“ Diese Frage hören wir im Showroom fast täglich. Die kurze Antwort: kürzer, als die meisten denken. Die ausführliche steht hier, samt allem, was einen entspannten Saunagang sonst noch ausmacht.

Vor dem ersten Gang
Duschen Sie warm und trocknen Sie sich danach gründlich ab. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber einen spürbaren Unterschied: Auf trockener Haut kommt das Schwitzen deutlich schneller in Gang. Schmuck und Uhr bleiben draußen, Metall wird in der Kabine unangenehm heiß. Und: Gehen Sie weder mit vollem Magen noch völlig nüchtern in die Sauna. Eine leichte Mahlzeit ein bis zwei Stunden vorher ist ideal.
Der Saunagang: 8 bis 15 Minuten genügen
Legen Sie Ihr Handtuch so aus, dass kein Körperteil das Holz berührt. Für die Füße gilt das genauso. Wer das erste Mal geht, setzt sich auf die untere Bank: Zwischen unterer und oberer Ebene liegen schnell 20 °C Unterschied. In den letzten ein bis zwei Minuten setzen Sie sich auf und lassen die Beine hängen, damit sich der Kreislauf umstellt.
Mehr als 15 Minuten bringen nichts. Der Reiz kommt aus dem Wechsel von Warm und Kalt, nicht aus der Dauer. Wer sich unwohl fühlt, geht früher raus. Das ist kein Abbruch, sondern richtig.
Abkühlen: der eigentliche Wirkstoff
Zuerst an die frische Luft, ein bis zwei Minuten. Dann kalt abduschen, und zwar immer von den Füßen zum Herzen hin: rechtes Bein, linkes Bein, rechter Arm, linker Arm, erst danach Rumpf und Nacken. Tauchbecken oder Kübelguss folgen erst, wenn die Haut bereits abgekühlt ist. Zum Schluss ein warmes Fußbad, sonst bleiben die Füße im Ruheteil kalt.
Ruhen: mindestens so lange wie geschwitzt
Zugedeckt hinlegen, trinken, nichts tun. Als Faustregel gilt: Die Ruhephase dauert mindestens so lange wie der Saunagang selbst, besser 15 bis 20 Minuten. Trinken sollten Sie vor allem nach dem letzten Gang, damit der Körper während der Gänge nicht sofort ersetzt, was er ausschwitzt. Wasser oder Saftschorle reichen völlig.
Wie viele Gänge?
Zwei bis drei Gänge sind das übliche Programm und reichen für die meisten völlig aus. Wer mehr macht, verlängert vor allem die Ruhezeiten. Rechnen Sie für einen kompletten Saunaabend mit zwei bis zweieinhalb Stunden.

Der Aufguss
Ein Aufguss gehört ans Ende eines Ganges, nicht an den Anfang. Zwei bis drei Kellen Wasser mit ein paar Tropfen Aufgussmittel, langsam über die heißen Steine, danach die Luft mit dem Handtuch verteilen. Nie das Konzentrat pur auf die Steine geben, es ist brennbar. Passende Mittel finden Sie unter Saunadüfte, Kelle und Kübel im Saunaset.
Regeln, die den Unterschied machen
- In der Kabine wird nackt sauniert, auf dem Handtuch, ohne Textilien.
- Türe zügig öffnen und schließen. Jede Sekunde kostet Temperatur und Feuchte.
- Leise sprechen. Für viele ist die Sauna der ruhigste Ort der Woche.
- Nach dem Gang die Bank kurz abwischen. Ein Bankbezug oder Hocker hilft dabei.
- Kein Alkohol vor oder zwischen den Gängen.
Wann Sie vorsichtig sein sollten
Eine Sauna ist kein Heilmittel und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuten Infekten mit Fieber, offenen Wunden oder in der Schwangerschaft sprechen Sie das bitte vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Kinder saunieren kürzer, bleiben auf der unteren Bank und nie allein in der Kabine.
Und im eigenen Bad?
Zu Hause bestimmen Sie Temperatur, Zeit und Aufguss selbst. Das ist der eigentliche Luxus daran. Was dafür in der Kabine stecken sollte, steht in unserem Beitrag zur Sauna-Ausstattung. Und wenn Sie überlegen, ob eine eigene Kabine in Ihren Raum passt: Wir rechnen das gern mit Ihnen durch, telefonisch unter 06704 963310 oder anhand unserer Saunamodelle nach Maß.













