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Holzgriff und Saunalampe der Sauna Morena Platte Erle
31.07.2026

Saunaholz im Vergleich: Zirbe, Erle, Espe, Fichte und Hemlock

Holz ist in der Sauna kein Dekor, sondern Bauteil. Es nimmt Feuchte auf, gibt sie wieder ab, wird im heißen Zustand angefasst, und es riecht. Jeden Abend. Deshalb ist die Holzfrage beim Saunabau eine der wenigen, die man später kaum noch ändern kann. Hier die fünf Hölzer, die uns in der Werkstatt am häufigsten begegnen.

Detailaufnahme von Bank und Wandholz aus Erle in einer Saunakabine
Erle: warmer rötlicher Ton, feine Maserung, astarm. Hier als Bank- und Wandholz.

Was gutes Saunaholz können muss

Vier Eigenschaften entscheiden, ob ein Holz in die Kabine gehört:

  • Geringe Wärmeleitfähigkeit. Das Holz darf sich nicht heiß anfühlen, auch nicht bei 90 °C.
  • Kein Harzaustritt. Harz wird bei Hitze klebrig und verbrennt auf der Haut.
  • Formstabilität. Der ständige Wechsel aus feucht und trocken darf keine Risse und Fugen aufreißen.
  • Astarm und splitterfrei, wo Haut das Holz berührt.

Deshalb gilt für Bänke, Rückenlehnen und Kopfstützen eine strengere Auswahl als für die Wände. Viele Kabinen kombinieren deshalb beides: Wand aus dem einen, Bank aus dem anderen Holz.

Die Hölzer im Einzelnen

Nordische Fichte

Der Klassiker und der günstigste Einstieg. Hell, gleichmäßig, mit sichtbaren Ästen, die viele gerade mögen. Fichte dunkelt über die Jahre nach, daher der honigfarbene Ton älterer Kabinen. Für Bänke wird sie nur in astarmer Sortierung verwendet, weil Astharz sonst austreten kann.

Espe

Das Bankholz schlechthin. Espe bleibt sehr hell, hat praktisch keine Äste, ist harzfrei und leitet Wärme kaum. Selbst in einer heißen Kabine fasst sie sich noch angenehm an. Der Nachteil ist Geschmackssache: Sie ist relativ neutral, optisch wie im Geruch.

Erle

Warmer, rötlich-brauner Ton mit ruhiger Maserung, astarm und harzfrei. Erle ist der Kompromiss für alle, denen Fichte zu schlicht und Zirbe zu präsent ist. In unseren maßgefertigten Kabinen ist sie eine der meistgewählten Varianten.

Zirbe

Die aromatische. Zirbe riecht deutlich nach Harz und Wald, und genau dafür wird sie gewählt. Der Duft bleibt jahrelang wahrnehmbar und wird bei Wärme stärker. Die dunklen Äste sind ihr Markenzeichen. Weil sie so charakterstark ist, bauen wir sie häufig als Wandholz und nehmen für die Bank ein ruhigeres Holz.

Hemlock

Fast weiß bis hell-beige, sehr gleichmäßig, praktisch geruchsneutral und astarm. Hemlock ist das Holz für alle, die es modern und zurückhaltend mögen, und für Menschen, die auf Nadelholzduft empfindlich reagieren.

Nahaufnahme einer Saunawand aus Zirbenholz mit sichtbaren Ästen
Zirbe: dunkle Äste, deutlicher Harzduft, der bei Wärme noch stärker wird.

Auf einen Blick

Holz Optik Geruch Typische Verwendung
Nordische Fichte hell, astig, dunkelt nach leicht harzig Wand, Decke
Espe sehr hell, astarm neutral Bank, Lehne, Kopfstütze
Erle rötlich-warm, ruhig dezent Wand und Bank
Zirbe hell mit dunklen Ästen deutlich, harzig Wand, Decke
Hemlock fast weiß, gleichmäßig neutral Wand und Bank

Pflege: weniger ist mehr

Saunaholz wird innen nicht lackiert, geölt oder gestrichen. Es muss atmen können. Es genügt, die Kabine nach dem Saunagang kurz nachtrocknen zu lassen (Tür offen, Lüftung an) und die Bänke gelegentlich mit klarem Wasser und einer weichen Bürste abzuziehen. Für stark beanspruchte Bankflächen gibt es spezielle Saunaholz-Imprägnierungen; Möbelpflege gehört nicht in die Kabine. Was sonst noch zur Ausstattung gehört, steht in unserem Beitrag zur Sauna-Ausstattung, Ersatzteile finden Sie unter Rückenlehnen und Saunabänke.

Welches Holz für Ihre Kabine?

Wenn Sie zwischen zwei Hölzern schwanken, hilft meistens der Geruchstest vor Ort mehr als jede Beschreibung. Unsere maßgefertigten Saunamodelle gibt es in Erle, Espe und Zirbe; welche Kombination aus Wand- und Bankholz zu Ihrem Raum passt, besprechen wir gern persönlich unter 06704 963310.

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